Langenfelder und Buddhisten feiern Freundschaft(Rhein-Zeitung)


03.06.2014

Langenfeld - Eine Welle der Sympathie ist dem 17. Karmapa, dem Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, am Wochenende entgegengeschlagen. Etwa 500 Einwohner von Langenfeld nutzten am Sonntagnachmittag die Gelegenheit, die tibetische Heiligkeit, Ogyen Trinley Dorje, im Park des Kamalashila-Institutes zu treffen.


Am Ende der harmonischen Begegnung bat das tibetische Oberhaupt die Kinder, zu ihm nach vorn zu kommen.
Foto: Elvira Bell



Einige von ihnen hatten bereits bei der Ankunft am Mittwoch den Weg von der Abzweigung der Mayener Straße bis hin zur Einfahrt des Institutes gesäumt, um den spirituellen Leiter einer der großen buddhistischen Traditionen Tibets willkommen zu heißen (die RZ berichtete). Nachdem Karmapa am Sonntagmittag den Eifeldom besucht und mit Monsignore Josef Schrupp gesprochen hatte, wurde er am frühen Nachmittag von der Langenfelder Bevölkerung gefeiert. Es war ein überaus freundlicher Empfang für den in Osttibet geborenen Linienhalter der Karma-Kagyü-Tradition des Tibetischen Buddhismus.
Horst-Günter Rauprich bezeichnete den Besuch als ein weltweites Ereignis und ein großes Geschenk. Der Vorsitzende der Karma-Kagyü-Gemeinschaft Deutschland skizzierte den langen Weg, den das damals 14-jährige Oberhaupt Ende 1999 bei seiner gewagten Flucht über das Himalaya-Gebirge auf sich genommen hatte, um den chinesischen Behörden zu entkommen. Seither lebt der heute 29-Jährige in Nordindien. Dass die Menschen in Langenfeld stolz sind, dass der erste Besuch Seiner Heiligkeit nach Langenfeld führte, betonte Alfred Schomisch. Der Ortsbürgermeister und Beigeordnete der Verbandsgemeinde Vordereifel betonte, dass der Friedensstupa, ein buddhistisches Bauwerk, mittlerweile neben der katholischen Pfarrkirche zu einem Symbol von Langenfeld geworden ist. "In den vergangenen 15 Jahren, seitdem das Kamalashila-Institut seinen Sitz hier hat, sind viele Freundschaften und freundschaftliche Beziehungen entstanden, die von uns Langenfeldern keiner mehr missen möchte." Von Anfang an sei der Funke zwischen der Gemeinschaft des Instituts und der Dorfgemeinschaft übergesprungen. Mit Blick auf die Charta, die der Lama am Mittwoch in Empfang nehmen konnte, unterstrich Schomisch: "So wie Ihnen symbolisch mit einer Urkunde der Besitz des hiesigen Eifelklosters übertragen wurde, gehen auch alle Freundschaften zwischen der Dorfgemeinschaft und der Gemeinschaft des Instituts auf Sie über." Dem Ort habe nichts Besseres passieren können. "Sie sehen, die Symbiose zwischen dem Eifelkloster und Langenfeld und zwischen den Religionen funktioniert." Zu Gast war auch die Landtagsabgeordnete Nicole Müller-Orth (Bündnis 90/Die Grünen).
Als einen Keim für Harmonie auf dieser Welt bezeichnete Karmapa Langenfeld, die hier lebenden Menschen und die Friedensstupa. "Soviel Interesse, das hier gewachsen ist, und ein so freundschaftliches Willkommen gibt mir das Gefühl, dass wir doch alle als Menschen vereint sind. Das ist der Beginn einer langen herzlichen, fast schon brüderlichen Beziehung."
Mitarbeitern und Besuchern des Instituts wurde in Langenfeld von Beginn an freundlich begegnet. "Ich hatte in unserem erzkonservativen Ort zunächst Befürchtungen, doch diese hatten sich bereits bei der offiziellen Einweihung zerschlagen", resümierte die damalige Ortsbürgermeisterin Gisela Klier am Sonntag. "Auch damals waren fast alle Langenfelder zugegen." Dass die ersten Mönche, die das Eifelkloster bevölkerten, gerne und oft mit der Dorfjugend Fußball gespielt haben, erzählt Kai Otto. Der 21-Jährige wohnt direkt gegenüber dem Institut. "Von Frühling bis Ende Oktober herrscht hier ganz viel Leben. Eine bessere Nachbarschaft könnten wir gar nicht haben."

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